Koblenz – Mainz

Wunderbar radelbar Koblenz – Mainz Etappe 1 der Tour Von West nach Ost 2026. Blick auf dem Rhein bei Oberwesel: Fels ragt aus dem Rhein und die Sommersonne machte es fast unmöglich zu fotografieren. Von Koblenz nach Mainz. 12. Juli 2026 (98 km) Streckenführung Komoot: Koblenz-Mainz Das Aus für mich infolge des gescheiterten Wiedereinzugs der […]

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Wunderbar radelbar

Koblenz – Mainz

Etappe 1 der Tour Von West nach Ost 2026.

Blick auf dem Rhein bei Oberwesel: Fels ragt aus dem Rhein und die Sommersonne machte es fast unmöglich zu fotografieren.

Von Koblenz nach Mainz. 12. Juli 2026 (98 km)

Streckenführung Komoot: Koblenz-Mainz

Das Aus für mich infolge des gescheiterten Wiedereinzugs der Freien Wähler in den Landtag hatte zur Folge, dass ich, schon allein altersbedingt, den Wiedereinstieg in meine publizistische Tätigkeit vorbereiten musste. Dazu gehörte auch die Neukonzeption meines Internetauftritts, auf dem meine Radtouren-Berichte weiterhin ausgebaut werden sollen – solange es die alten Knochen noch mitmachen. Meine Reisen sind deswegen durchaus als „dienstlich“ zu betrachten (auch wenn ich alles selbst zahle).

Los ging es mit dem Klassiker: der Tour zu meinem Dienstort der vergangenen drei Jahre – Mainz. Die Strecke bin ich schon x-mal gefahren. Immer wenn es in Richtung Süden ging, war das die ideale Strecke zur „Eingewöhnung“. Dieses Mal war die Etappe besonders geeignet, um zu wissen, wo man steht. Erst recht, wenn bereits bei der Abfahrt in Koblenz 32 Grad gemessen wurden. Um es vorwegzunehmen: Ich erreichte an jenem 12. Juli, einem Sonntag, die Landeshauptstadt ohne Probleme und fühlte mich in Form, noch ein gutes Stück weiterzufahren. Aber ich hatte ja gebucht, was auch empfehlenswert ist.

Die Zeiten, in denen Alleinreisende, die nicht campen wollen, spontan ein Zimmer zu reellen Konditionen bekommen, sind vorbei. Natürlich geht teuer immer, aber das hätte mein Budget gesprengt. Also ging es wie immer, wenn etwas frei ist, ins Hotel Moguntia in der Mainzer Neustadt: Sonderpreis um die 50 Euro für ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung, Frühstück muss extra bezahlt werden. Ein sicherer Platz fürs Rad in der Tiefgarage war gratis. Das Haus ist und bleibt eine sehr gute Anlaufstelle für Reiseradler.

Der Kiosk um die Ecke hat ein gutes Konzept: Bei gutem Wetter kann man sich in einen kleinen Biergarten setzen, was ich auch gemacht habe. Das war billiger und schöner als in den Mainzer Szeneläden. Gegessen habe ich natürlich auch, und zwar am Nachmittag im Asia-Restaurant Sakura in Heidenfahrt (Stadtteil von Ingelheim) und später noch eine Kleinigkeit am Mainzer Rheinufer – genauer gesagt im Vineus nahe dem Hilton. Nicht, weil ich übergeschnappt bin, sondern weil dort noch Platz war. Überraschenderweise war es auch nicht teurer als in anderen Restaurants mit vergleichbarer Lage.

Ein Wort zu den Temperaturen: Offenbar messen die Wetterfrösche nur noch in zubetonierten Stadtkernen – um sicher auf die 35 Grad zu kommen, die sie für ihre Panikmeldungen brauchen. In Wirklichkeit war der Tag recht angenehm, der Wind wehte leicht – und als ich auf der Terrasse des Sakura im Schatten saß, zeigte mein Mobiltelefon 27 Grad an. Ein Fehler? Geschwitzt habe ich auf jeden Fall nicht. Das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass die Folgen der Trockenheit der vergangenen Wochen bereits deutlich zu sehen waren – so zum Beispiel kurz vor Oberwesel.