Einer von mehreren Titelentwürfen für die geplante korrigierte und aktualisierte Neuauflage. KI-erzeugt mit Google Gemini. Mit der Überarbeitung hat der Autor bereits begonnen. Die Veröffentlichung der Neuauflage ist im Laufe des kommenden Jahres 2027 geplant.
Krankheit und Tod in Koblenz
Leben und leiden in Koblenz. Ein Beitrag zur Entwicklung der kommunalen „Gesundheits-Infrastruktur“ im 19. und 20. Jahrhundert: Das war der Titel meiner mit Bestnote bewerteten Dissertation, die ich 2007 am Institut für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Würzburg eingereicht hatte. Ich habe ich mich entschieden, die ganze Arbeit kostenfrei für jedermann zur Verfügung zu stellen. Es gibt zwei Hintergründe: Die Druckversion ist bis auf wenige Exemplare vergriffen, zudem dürfte die Studie angesichts der Corona-/Covid-19-Krise wieder sehr aktuell sein. Denn die fieberhafte Suche nach dem unsichtbaren Feind ähnelt dem Kampf, der auch im 19. und 20. Jahrhundert geführt wurde. Pocken, Typhus, Tuberkulose und die Cholera waren Geißeln einer Zeit, die von dramatischen Veränderungen geprägt waren. Und schon damals standen Verwaltung, Militär, Ingenieure und Mediziner vor schier unlösbaren Problemen.
Auch wenn die „Alltagsseuchen“ der damaligen Zeit Tausende von Opfern forderten, schrieb vor allem der Kampf gegen die Cholera nicht nur Medizin-, sondern auch Kulturgeschichte. Und vieles, was wir heute im Kampf gegen Covid-19 unternehmen, ähnelt den Maßnahmen, die man schon damals favorisierte.
Die Arbeit ist aber auch eine Mahnung vor Fehlentwicklungen: Nach wie vor ist das, was über viele Jahrzehnte auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler aufgebaut haben, ein Objekt der Begierde. Der Autor meint: Wir müssen uns davor hüten, die öffentliche „Gesundheits-Infrastruktur“ an sogenannte Investoren zu verramschen. Seit den 1990er-Jahren ist da einiges zum Nachteil der Bürger verändert worden. Doch noch ist es nicht zu spät, das Schlimmste zu verhindern.
Angesichts der vielen Tausend Opfer, die Covid-19 gefordert hat, ist es allerhöchste Zeit, über Grundsätzliches nachzudenken. Und in diesen Tagen könnte man fast den Eindruck haben, dass die Verantwortlichen in der Politik einen scheinbar unliebsamen Kostenfaktor mit einem anderen Blick betrachten. Vielleicht trägt folgender Beitrag zur regionalen Geschichtsforschung zu einer fundierten Meinungsbildung bei – auch wenn der Text im Jahr 2007 endet, also in einer Zeit vor den großen Fusionen, an deren Ende das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein stehen sollte.
Der Text kann in den Untermenüs je nach Teil angeklickt und frei verwertet werden, wobei ich von der Fairness der Nutzer ausgehe, korrekt zu zitieren. Wer das Originalbuch möchte, kann bei mir nachfragen, es gibt noch Restexemplare. Aktuell arbeite ich an einer ergänzten Neuauflage auf Grundlage der korrigierten Netzversion es ursprünglichen Skriptes.
Zum Geleit (aus der Printausgabe)
Als Leopold Mozart während seiner dreijährigen „Konzertreise“ am 17. September 1763 auch in Koblenz Station machte, war er von der Stadt alles andere als begeistert. Eigentlich wollte er seinen Sohn nur kurz am Ehrenbreitsteiner Hof des Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff spielen lassen. Da das „Wunderkind“ Wolfgang Amadeus aber plötzlich erkrankte, musste Familie Mozart eine zehntägige Zwangspause einlegen.
„[…] Die Gebäude sind wie in allen diesen Gegenden meistentheils alt, die Kirchen schmutzig und überhaupt sind die Straßen, und alles, was in das Auge fällt, nicht sauber gehalten […]“¹
schrieb der Kapellmeister an seinen Freund Lorenz Hagenauer in Salzburg.
Die Mozarts und Koblenz: Das war Liebe weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick. Die Stadt an Rhein und Mosel hatte damals immer noch nicht die Folgen des kriegerischen 17. Jahrhunderts überwunden. Sie wurde von der barocken Festung geprägt, die Bürger mussten sich mit den einquartierten Soldaten arrangieren. Zwar wohnten die Mozarts im ersten Haus am Platze – dem Gasthof „Drei Reichskronen“ im Entenpfuhl –, doch brauchten sie in jenen regnerischen Septembertagen nur aus dem Fenster zu sehen, um zu erkennen, was an der Stadt im Argen lag: Sie blickten direkt auf die kurtrierischen Gardestallungen. Der Unrat der Pferde im Entenpfuhl dürfte nicht zu übersehen gewesen sein – ebenso wenig Morast und Pfützen. Bei starkem Regen war der Entenpfuhl voll von schmutzigem Wasser. Als Teil des spätantik-frühmittelalterlichen Kastellgrabens war die Straße abschnittsweise bis weit in das 18. Jahrhundert hinein offen. Sie wurde gerne als Kloake genutzt.
In den Tagen des Mozart-Besuchs hatte Koblenz die spannendsten Abschnitte seiner städtebaulichen Entwicklung noch vor sich. Ebenso wie die Maßnahmen zur Verbesserung der Volksgesundheit lagen die großen Bauprojekte der Neuzeit in weiter Ferne. Trotz verschiedener Versuche war an eine funktionierende Trinkwasserleitung nicht zu denken. Abgesehen von einigen Abflüssen war ein Kanalisationssystem nicht in Sicht. Und die Versorgung der Kranken wurde nur allzu gern den geistlichen Korporationen überlassen. Genau 244 Jahre nach dem überlieferten Mozart-Besuch erinnert nichts mehr an die bedenklichen Zustände in der kurfürstlichen Vergangenheit. Die Trinkwasserversorgung der „Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein“ gilt als vorbildlich, die Kanalisation wurde durch den Eigenbetrieb Stadtentwässerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten modernisiert und erheblich erweitert. Dabei entstanden Bauwerke wie der Rheindüker, die international Aufsehen erregt haben. Das kommunale Krankenhauswesen steht dieser Entwicklung nicht nach. Aus dem bescheidenen Bürgerhospital in einem Problemgebiet der Altstadt ist ein modernes Gemeinschaftsklinikum geworden, das als akademisches Lehrkrankenhaus Standards von Universitätskliniken erfüllt.
Die erstaunlichen Entwicklungen markieren das Ende eines langen Weges, der immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet war. Ein Weg, der vor allem von Kommune und Staat geprägt wurde. Die Prozesse mussten von der öffentlichen Hand gesteuert werden, weil die Privatwirtschaft aus Gründen des Profitstrebens – was in der Natur ihrer Sache liegt – nicht in der Lage war, auf Veränderungen so zu reagieren, dass menschenwürdige Lebensbedingungen für alle Bürger möglich wurden. Auch wenn es in Koblenz nie Zustände wie in Berlin, Danzig, Hamburg oder München gegeben hat, sind die Vorgänge in der Stadt symptomatisch für eine Zeit, in der man allzu leichtfertig auf das freie Spiel der Kräfte als alleinseligmachendes Mittel setzte. Unter diesem Aspekt verwundert es nicht, dass es 1847 zwar eine private, allerdings unzureichend dimensionierte Gasanstalt gab, aber keine funktionierende Kanalisation. Als 1887 die erste Pferdebahn in Betrieb ging, war der Bau des (städtischen!) Wasserwerks gerade erst vollendet, viele Häuser mussten noch an das neue Versorgungsnetz angeschlossen werden.
Im Laufe der Jahrzehnte sind – wie in den anderen deutschen Städten auch – Millionenbeträge in den Ausbau einer „Gesundheits-Infrastruktur“ investiert worden. Das waren entweder Steuergelder, Ausbaubeiträge, Gebühren oder Geld aus Krediten, für die die Kommune geradestehen musste. Im Laufe der Jahrzehnte sind Werte geschaffen worden, die es zu pflegen und bewahren gilt. Werte, die nicht international agierenden Fondsgesellschaften geopfert werden sollten. Die vorliegende Arbeit entstand in einer Zeit, in der die Gefahr so groß wie lange nicht mehr war, dass Investitionen und Anlagen, die von der Allgemeinheit finanziert werden, unter dem Vorwand der Entschuldung oder der Schaffung einer günstigeren Kostenstruktur an private „Investoren“ verschleudert werden. Nicht umsonst hat Albrecht Müller in seiner Bilanz „Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet“ vor solchen Fehlentwicklungen gewarnt. Der frühere Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt in der Ära Willy Brandt nannte exemplarisch das Beispiel der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke zugunsten der Konzerne RWE und Vivendi. Folge für den Verbraucher: Erhebliche Gebührensteigerungen, ohne dass sichergestellt ist, dass der Ertrag im gewohnten Umfange reinvestiert wird. Albrecht Müller stellte nüchtern fest, dass vielerorts Stadtwerke und andere kommunale Güter zu äußerst schlechten Konditionen privatisiert wurden.² In Koblenz ist man in diesen Bereichen noch weit von derartigen Fehlentwicklungen entfernt. Zwar wird im Oberzentrum der Region Mittelrhein mit Instrumenten und Rechtsformen der Privatwirtschaft gearbeitet, doch hat die Kommune ihre Verantwortung für Werte, die durch das Zusammenwirken der Allgemeinheit geschaffen wurden, nicht abgegeben. Allerdings sind vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen seit Ende 2006 auch an Rhein und Mosel traditionelle Strukturen ins Wanken geraten.
Die Frage, welcher Weg am Ende besser ist, kann und soll vorliegende Arbeit nicht beantworten. Das wird Sache späterer Generationen sein. Aus aktuellem Anlass sollen aber genau die Entstehung der kommunalen „Gesundheits-Infrastruktur“ in Koblenz und deren Nutzen vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklungen in Naturwissenschaften, Medizin und Technik in Deutschland untersucht werden. Ein nicht unproblematisches Unterfangen. Mit gutem Grund sind in vielen Monografien und Aufsätzen die Trinkwasserversorgung, der große Komplex der Entsorgung und das kommunale Krankenhauswesen getrennt voneinander untersucht worden. Die meist gute Quellenlage und die damit verbundene immense Fülle von Archivalien und die schier unübersehbare Zahl an zeitgenössischen Aufsätzen sprechen für dieses Vorgehen. Dazu kommt seit einigen Jahren eine wahre Renaissance hygienegeschichtlicher Untersuchungen aus den unterschiedlichsten Disziplinen – mit einer entsprechenden Fülle von Materialien –, wobei sich seit einiger Zeit erfreulicherweise auch die Geschichtswissenschaft verstärkt zu Wort meldet. So haben Anne Hardys Dissertation über die medizinischen Theorien in der Hygienebewegung des 19. Jahrhunderts³ und die Untersuchungen von Peter Münch am Beispiel München⁴ meinen Ansatz gestärkt, die drei Säulen der „stadthygienischen Infrastruktur“ nicht auseinanderzureißen.
Da das Koblenzer Stadtgebiet mit seinen rund 106.000 Einwohnern überschaubar ist und auch die zentralen Quellen relativ leicht zu erschließen sind, gestaltete es sich recht komfortabel, die Vorgaben zu erfüllen. Anders sah es jedoch mit einer Beschränkung auf einen bestimmten Zeitraum aus. Während in den Fällen von Frankfurt, München oder Berlin eine Eingrenzung auf das 19. und frühe 20. Jahrhundert relativ einfach war und ist (schon allein, weil die lokalen Diskussionen in dieser Zeit Spezialuntersuchungen zulassen), sieht es in Koblenz ganz anders aus. Natürlich gab es in der früheren Tagespresse entsprechende Berichte und Vorträge bekannter Persönlichkeiten. Ihr Einfluss auf das tatsächliche Baugeschehen war jedoch begrenzt. Das zeigt sich schon allein an der Tatsache, dass ein zentraler Schlachthof, die Trinkwasserversorgung und die Kanalisation erst relativ spät zur Ausführung gelangten.
Nicht die großen Diskussionen jener Zeit, sondern die einmalige Chance, endlich den Status der Festungsstadt zu überwinden, brachten die Dinge in Gang. Es sollte noch bis weit in die 1920er-Jahre hinein dauern, bis das damalige Koblenzer Stadtgebiet voll erschlossen war. Wir sprechen also von einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Grenzen die Debatten dominierten. Viele der „neuen“ Koblenzer Stadtteile verfügten noch in den 1950er-Jahren über eine unzureichende Infrastruktur. Und ein Klärwerk, das diesen Namen auch verdient, wurde erst 1970 vollendet! Schon allein vor dem Hintergrund dieser Fakten empfiehlt es sich nicht, die Darstellung zu einem willkürlich gewählten Zeitpunkt zu „kappen“. Die entscheidenden Aufbauleistungen folgten zum Teil seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts – und sind häufig bis auf den heutigen Tag nicht abgeschlossen. Als Beispiele mögen an dieser Stelle die Fusion des städtischen Klinikums Kemperhof mit dem St.-Elisabeth-Krankenhaus in Mayen zum Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen oder die immer noch nicht vollständig fertiggestellten Maßnahmen des Hochwasserschutzes genügen.
Im Folgenden wird es nicht nur um technische und medizinische Hintergründe, sondern auch um rechtliche und politische Motive sowie den großen Bereich der Stadterweiterung und Städtebauförderung gehen.
Bereits meine 1989 an der Universität Würzburg im Fach Neuere und Neueste Geschichte eingereichte Magisterarbeit drehte sich um die Sanierungsgebiete in der Koblenzer Altstadt.⁵ Die seinerzeit von Prof. (Dr. phil. habil.) Walter Ziegler betreute Studie entstand in Zusammenarbeit mit der Sanierungsstelle im Bauverwaltungsamt, deren Mitarbeitern ich auch heute noch zu Dank verpflichtet bin. Prof. (Dr.-Ing. habil.) Hartmut Hofrichter gab mir schließlich die Chance, diese Arbeit zu einer Dissertation auszuarbeiten, die im Mai 1995 vom Fachbereich Architektur, Raum- und Umweltplanung, Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern angenommen wurde⁶ (Dr.-Ing.) und deren Extrakt später in die Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland einfloss.⁷ Die in dieser Dissertation enthaltenen Abschnitte über kommunale Bauordnungen und Stadterweiterungen wurden – in gekürzter und aktualisierter Fassung – in die vorliegende Untersuchung transformiert. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass nur wenige Monate später auch Thomas Tippach die Stadterweiterungsdebatte in seiner Dissertation behandelt hat.⁸
Dem damaligen leitenden Stadtverwaltungsdirektor Bernd Großer, der gleichzeitig Geschäftsführer der Stadtwerke und der „Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein“ (VWM) war und später als Vorstand zur Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG) wechselte, habe ich zu verdanken, dass mein Blick auf die Sanierungs- und Versorgungsproblematik gelenkt wurde. Im Auftrag entstanden Dokumentationen über die Sanierungsmaßnahmen in der Koblenzer Altstadt⁹ und in der früheren kurfürstlichen Residenz Ehrenbreitstein¹⁰. Darüber hinaus erhielt ich den Auftrag, eine Dokumentation über die Geschichte der Koblenzer Wasserversorgung¹¹ zu erarbeiten, die in großen Teilen aus Archivalien und Hausakten der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) erstellt ist. Die EVM ist Betriebsführerin der VWM. Diese Untersuchung ist – in erweiterter und aktualisierter Form – ebenfalls eine zentrale Grundlage vorliegender Arbeit. In diesem Zusammenhang danke ich dem früheren Betriebsdirektor Wolfgang Heuser und seinem Nachfolger Siegfried Haase für ihre wertvolle Unterstützung.
Für die über Jahre erfolgreiche Kooperation danke ich auch Detlef Knopp, dem Kulturdezernenten der Stadt Koblenz. In seiner Eigenschaft als Krankenhausdezernent eröffnete er mir den Weg zu einer guten Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen, deren sichtbares Ergebnis die beiden Bände über die Geschichte des Kemperhofs sind.¹² An dieser Stelle danke ich besonders dem früheren Verwaltungsdirektor Siegmar Störmer und dem jetzigen Geschäftsführer Markus Heming, ohne deren Hinweise gerade die Darstellung der jüngeren Krankenhausgeschichte kaum möglich gewesen wäre.
Ich danke dem Baudezernenten Martin Prümm und Walter Gombert, Leiter des städtischen Tiefbauamtes und Technischer Werkleiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, für die Gewährung der Einsicht in die Hausakten verbunden mit der Möglichkeit, die vorliegende Arbeit in einer Publikation zur Koblenzer Stadtentwässerung weiterzuführen. Den Mitarbeitern beider Einrichtungen, vor allem dem früheren Betriebsleiter Ferdinand Leins, danke ich für die Unterstützung bei der Materialsichtung und bei der Klärung wichtiger technischer Details ebenso wie den Mitarbeitern der Archive, vor allem des Landeshauptarchivs und des Stadtarchivs Koblenz. Namentlich seien Hans Josef Schmidt, Hans-Peter Kleber, Michael Koelges M. A., Petra Weiß M. A. und Birgit Metzing genannt, ohne deren Hilfe meine Untersuchungen zur Koblenzer Stadtgeschichte nie hätten entstehen können.
Mein ganz besonderer Dank gilt Prof. Dr. phil. habil. Wolfgang Altgeld, der es mir ermöglicht hat, nach 17 Jahren an das historische Seminar in Würzburg zurückzukehren, um diese Studie als zweite Dissertation einzureichen. Für die Übernahme des Zweitgutachtens danke ich Prof. Dr. Rolf-Jürgen Gleitsmann-Topp, zuständig für Technikgeschichte an der Universität Karlsruhe.
Meine Mutter Ingeborg Kallenbach nahm eine kritische Durchsicht des Manuskripts vor, bei der Materialbeschaffung unterstützten mich Ulrike Sittig und Heide Winkelmann M. A. Die Korrekturen übernahmen Dr. Ines Rohmann, Manfred Schritz, Karin Schmidt und mein langjähriger Lektor Guido Funke. Thomas Frey (Frey Pressebild) danke ich nicht nur für das Bildmaterial zum örtlichen Krankenhauswesen und zu den Koblenzer Tiefbaumaßnahmen der vergangenen 20 Jahre, sondern auch für die aktuellen Luftbilder. Mein Dank gilt ebenso dem Koblenzer Fotografenmeister Herbert Gauls, der die Nachkriegsentwicklung der Koblenzer „Gesundheits-Infrastruktur“ im Bild festgehalten und auch für diese Studie zusammengestellt hat. Abschließend möchte ich noch zwei Persönlichkeiten danken: Zum einen ist es Dr. rer. nat. Dr. phil. Axel von Berg, Oberkonservator in der Koblenzer Außenstelle der Direktion für Archäologie, der mich ermutigte, elf Jahre „danach“ ein zweites Dissertationsprojekt in Angriff zu nehmen. Zum anderen ist es neben meinen Kollegen in der Koblenzer Stadtredaktion mein Vorgesetzter bei der Rhein-Zeitung, Peter Burger, ohne dessen Unterstützung das Projekt kaum umsetzbar gewesen wäre. Der Geschäftsführer bei der RZ-Rhein-Eifel GmbH hat mein Interesse für Stadtgeschichte stets gefördert, was in zahlreichen Beiträgen in der Koblenzer Ausgabe der Rhein-Zeitung zum Ausdruck gekommen ist.
Vorliegende Studie wurde von der Philosophischen Fakultät I der Julius-Maximilians-Universität Würzburg angenommen. Abgesehen von Korrekturen und Ergänzungen entspricht die Arbeit dem im Juni 2007 eingereichten Manuskript. Spätere Entwicklungen konnten somit nicht mehr berücksichtigt werden.
Koblenz, im November 2007
Reinhard Kallenbach
Einführung (aus der Printausgabe)
Ein „berühmter Reisender der Zeit beschrieb den Markt als einen der mannigfaltigsten der Welt. Er war in der Tat reich, üppig und laut, zugleich aber auch äußerst gefährlich. Er stand auf seinen eigenen Abfällen und war den Launen der Gezeiten ausgesetzt, da dort die Bucht den unverdaulichen Unrat der Kloaken ans Ufer erbrach. Auch die Abfälle des nahen Schlachthofes wurden hier abgeladen, abgetrennte Köpfe, faulige Innereien, Tiermist, all das trieb Tag und Nacht in einem Sumpf von Blut. […]“
Die kolumbianische Küstenstadt Cartagena an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Drastisch beschreibt Gabriel García Márquez in seinem 1985 veröffentlichten Roman „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“¹³ die katastrophalen hygienischen Zustände, die früher in seinem Heimatland herrschten. Schwierigkeiten, in die sich heute in Deutschland nur noch die wenigsten Menschen hineinversetzen können. Dabei sind jene Tage, in denen Trinkwasserqualität und sanitäre Verhältnisse in den Städten und in ländlichen Gebieten stark zu wünschen übrig ließen, auch bei uns noch gar nicht so weit entfernt.
Die eingangs zitierten Ausführungen des Literatur-Nobelpreisträgers von 1982 sind nicht der Fantasie entsprungen. Aus dem 19. Jahrhundert gibt es zahllose Beschreibungen von Ärzten und anderen Zeitzeugen über den verheerenden Zustand öffentlicher Versorgungseinrichtungen, Krankheiten, Seuchen sowie die alles andere als angenehmen Wohnbedingungen. Und das an fast jedem Ort der Erde. Zu den bekanntesten Berichten gehört wohl jener von Friedrich Engels (1820–1895) über die Lebensbedingungen der Arbeiter in England. Aus der Beschreibung entwickelten sich Visionen für eine bessere Welt. Auch nach dem Scheitern des Kommunismus in Europa sind jene im Jahre 1845 erstmals veröffentlichten Zeilen bestens geeignet, die damaligen Zustände zu veranschaulichen. Der Philosoph und Kaufmann, der zusammen mit Karl Marx (1818–1883) das „Kommunistische Manifest“ verfasste, schrieb über die ärmeren Quartiere in englischen Städten:
„[…] Die Straßen sind gewöhnlich ungepflastert, höckerig, schmutzig, voll vegetabilischen oder animalischen Abfalls, ohne Abzugskanäle und Rinnsteine, dafür aber mit stehenden, stinkenden Pfützen versehen. Dazu wird die Ventilation durch die schlechte, verworrene Bauart des ganzen Stadtviertels erschwert, und da hier viele Menschen auf einem kleinen Raume leben, so kann man sich leicht vorstellen, welche Luft in diesen Arbeiterbezirken herrscht. […]“¹⁴
Über das Londoner Viertel St. Giles berichtete der damals 25-jährige Friedrich Engels wie folgt:
„[…] Es ist eine unordentliche Masse von hohen, drei- bis vierstöckigen Häusern, mit engen, krummen und schmutzigen Straßen, auf denen wenigstens ebensoviel Leben ist wie auf den Hauptrouten durch die Stadt, nur dass man in St. Giles bloß Leute aus der arbeitenden Klasse sieht. Auf den Straßen wird Markt gehalten, Körbe mit Gemüse und Obst, natürlich alles schlecht und kaum genießbar, verengen die Passage noch mehr, und von ihnen, wie von den Fleischerläden, geht ein abscheulicher Geruch aus. Die Häuser sind bewohnt vom Keller bis hart unters Dach, schmutzig von außen und innen, und sehen aus, dass kein Mensch darin wohnen möchte. Das ist aber noch alles nichts gegen die Wohnungen in den engen Höfen und Gässchen zwischen den Straßen, in denen man durch bedeckte Gänge zwischen den Häusern hineingeht und in denen der Schmutz und die Baufälligkeit alle Vorstellung übertrifft – fast keine ganze Fensterscheibe ist zu sehen, die Mauern bröckelig, die Türpfosten und Fensterrahmen zerbrochen und lose, die Türen von alten Brettern zusammengenagelt oder gar nicht vorhanden – hier in diesem Diebsviertel sogar sind keine Türen nötig, weil nichts zu stehlen ist. Haufen von Schmutz und Asche liegen überall umher, und die vor die Tür geschütteten schmutzigen Flüssigkeiten sammeln sich in stinkenden Pfützen. […]“¹⁵
Die literarische und die berühmte zeitgenössische Beschreibung haben das Eine gemeinsam: Sie spiegeln die schlechten sanitären Verhältnisse in den Städten vor allem als eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts wider. In dieser Zeit war die aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit stammende Infrastruktur der Städte dem Zustrom von Arbeit suchenden Menschen nicht mehr gewachsen. Grundstücke wurden hastig überbaut, Häuser aufgestockt. Die vorhandenen sanitären Einrichtungen reichten nicht aus, eine „Nachrüstung“ wurde aus Kosten- und Platzgründen bei gleichzeitig explodierenden Mieten vernachlässigt. Dennoch hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass die Missstände vor allem ein „Markenzeichen“ des Mittelalters seien. Die drastischen zeitgenössischen Schilderungen sowie die dramatischen Folgen der Pestepidemien mögen ein Grund hierfür sein. Dabei verschlechterten sich die allgemeinen Lebensbedingungen der Menschen erst nach den technisch-wirtschaftlichen Revolutionen seit dem späten 18. Jahrhundert. Der im März 2006 verstorbene Göttinger Professor Ernst Schubert ging in seiner Monografie „Alltag im Mittelalter“ sogar davon aus, dass die Lebensbedingungen in mittelalterlichen Städten oft weit besser waren als von Zeitgenossen und von Historikern dargestellt.
„Die Luft im Mittelalter war sicherlich besser als heute. Die schlimmsten Geruchsbelästigungen werden – auch wenn wir keine historischen Luftmessungen vornehmen können – doch nicht den Verschmutzungsgrad unserer Fußgängerzonen erreicht haben. Conrad Celtis konnte die Düfte noch riechen, die in Nürnbergs Straßen die Kräuter und Blumen auf den Fensterbänken verströmten.“¹⁶
Davon war Ernst Schubert überzeugt. Diese Einschätzung scheint zumindest für kleinere Städte zu gelten. Das zeigt sich auch am Koblenzer Beispiel. Die mittelalterliche Stadtmauer ließ der Stadt noch „Luft zum Atmen“, innerhalb dieser frühen Befestigung gab es noch großzügige Gärten und Freiflächen. An diesem Zustand hat sich grundsätzlich auch in der Frühen Neuzeit nichts geändert. Ein Blick in die frühen Katasterpläne zeigt, dass es trotz des barocken Befestigungsrings in der heutigen Innenstadt immer noch genügend Raum gab, der für eine Bebauung geeignet gewesen wäre. Freilich blieb es den ärmeren Schichten verwehrt, diese Möglichkeiten für ihre Entfaltung zu nutzen.
Die Koblenzer Entwicklungen decken sich mit den Beobachtungen von Karl-Klaus Weber, der sich gegen das Pauschalurteil ausspricht, das frühneuzeitliche Bastionärsystem habe eine räumliche Erweiterung der Städte erschwert, wenn nicht gar verhindert.¹⁷ Auch in Koblenz setzte eine problematische Verdichtung der Bebauung erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein¹⁸ – also in einer Zeit, in der man daran glaubte, dass der freie Markt alle Probleme automatisch lösen könnte. In dieser Phase mehren sich Berichte über die schlechten Lebensbedingungen in den besonders verdichteten Bereichen der Altstadt. Erst jetzt sahen sich die Behörden zum Einschreiten genötigt. Die Quellen zeugen von einer recht gut organisierten Verwaltung, die sich immer häufiger um eine Professionalisierung der Gesundheitsvorsorge und den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur kümmerte. Im Zusammenhang mit den schon lange überfälligen rechtlichen Grundlagen wurden die Voraussetzungen geschaffen, aus der sich die „Gesundheits-Infrastruktur“ unserer Tage überhaupt erst entwickeln konnte.
Ziel dieser Studie ist, die Entwicklung ebendieser „Gesundheits-Infrastruktur“ aufzuzeigen. Darüber hinaus gilt es, Entwicklungen in den zentralen kommunalen Bereichen Krankenhauswesen, Trinkwasserversorgung, Entsorgung und Abfallwirtschaft in den überregionalen historischen, rechtlichen, medizinischen und technischen Kontext einzuordnen. Allerdings wird es für den Bereich der Abfallwirtschaft nur rudimentär möglich sein, die Vorgaben zu erfüllen. Die Darstellung der umweltpolitischen, rechtlichen und vor allem der technischen Entwicklungen seit den 1970er-Jahren würde den vorgegebenen Rahmen dieser Studie sprengen. Dazu kommt, dass die Abfallentsorgung inzwischen zu einer interkommunalen Angelegenheit geworden ist. Außerdem hat dieser Bereich längst nicht nur überregionale, sondern nationale und europäische Dimensionen angenommen, die im Rahmen einer stadtgeschichtlichen Untersuchung nur angedeutet werden können.
Trotz des immensen Stoffes und der zum Teil unterschiedlichen Problemstellungen wurde ganz bewusst darauf verzichtet, einen großen Bereich als Spezialuntersuchung „herauszuschneiden“. Wegen der besonderen topografischen Situation der Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel ist zum Beispiel eine Trennung von Trinkwasserversorgung und Entsorgung wenig sinnvoll – so dient der gewaltige, 1982 vollendete Düker zwischen Koblenz und dem Stadtteil Ehrenbreitstein eben der Optimierung beider Systeme. Dazu kommt, dass es im leicht überschaubaren Koblenz gut möglich ist, mehrere Entwicklungsstränge zu verfolgen, die vor allem das eine gemeinsam haben: das Zusammenwachsen zu leistungsstarken Verbünden, die zwar den Charakter privatwirtschaftlicher Organisationen haben, in wesentlichen Teilen aber trotzdem noch in der Hand der Kommune sind. Wie vor allem die Beispiele Wasserversorgung und Krankenhauswesen zeigen, sind dabei die Stadtgrenzen kein Hindernis. Um die folgenden Ausführungen allgemein verständlich zu halten, wurde eine straffe Gliederung in acht Teile gewählt. Der erste Teil soll neben der Entwicklung der sanitären Verhältnisse und den rechtlichen Voraussetzungen auch die große Hygiene- und Seuchendebatte des 19. Jahrhunderts aufzeigen, in der eben Ingenieure, Ärzte und Juristen nicht immer einer Meinung waren. Diese Darstellung folgt nicht zum Selbstzweck. Vielmehr sollen am Koblenzer Beispiel Folgen für die Entwicklung von Städte- und Wohnungsbau aufgezeigt werden. Ein wichtiger Part ist dabei die Untersuchung der frühen kommunalen Bauvorschriften, die später in der Landesbauordnung für Rheinland-Pfalz aufgingen.
Die Teile 2 bis 4 schildern die Entwicklung der kommunalen „Gesundheits-Infrastruktur“ bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Abschnitte ab Teil 5 sind der Weiterentwicklung seit der Wiederaufbauzeit vorbehalten, wobei zum besseren Verständnis auch die Verhältnisse der Gegenwart beleuchtet werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei zum Beispiel auf den Prioritäten der „Wirtschaftswunderjahre“, in denen der Umweltschutz immer wieder aufgeschoben wurde, obwohl man – aus rechtlicher Sicht – in Bund und Ländern bereits die ersten Weichen gestellt hatte. Der kritische Zustand vieler Gewässer war in den zuständigen Ministerien bestens bekannt, konnte aber erst im Laufe der Jahre behoben werden. Stellenweise macht es die Untersuchung erforderlich, die auch jenseits der Stadtgrenzen erfolgten Veränderungen darzustellen. Das gilt vor allem für die Wasserversorgung, die heute von den interkommunal aktiven „Vereinigten Wasserwerken Mittelrhein“ übernommen wird. Der dringend erforderliche Blick in die Gegenwart ist der Grund dafür, warum wesentliche Abschnitte dieser Arbeit der jüngsten Vergangenheit gewidmet sind. Seitdem stehen die Entwicklungen ganz im Zeichen der neuen Normen und des gestiegenen Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins – und der wirtschaftlichen Zwänge, die zu den bereits angesprochenen völlig neuen Organisationsformen führten und in naher Zukunft wohl noch weiter führen werden.
Ganz bewusst orientiert sich diese Studie nicht am allgemeinen Trend in der Geschichtswissenschaft, einen zeitlichen Schnitt zu setzen und die Darstellung der gegenwärtigen Entwicklungen Ingenieuren, Medizinern, Naturwissenschaftlern und Juristen zu überlassen. Die kommunale „Gesundheits-Infrastruktur“ in Koblenz ist über viele Jahrzehnte gewachsen. Und es ist den Versuch wert, die Zusammenhänge aufzuzeigen.
Anmerkungen
- ¹ Mozart, Briefe und Aufzeichnungen. Hg. von der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, Bd. 1, München 2005, Nr. 64, S. 93.
- ² Müller, Albrecht, Machtwahn. Wie eine mittelmäßige Führungselite uns zugrunde richtet, München 2006, S. 116 f.
- ³ Hardy, Anne, Ärzte, Ingenieure und städtische Gesundheit. Medizinische Theorien in der Hygienebewegung des 19. Jahrhunderts, Frankfurt/New York 2005.
- ⁴ Münch, Peter, Stadthygiene im 19. und 20. Jahrhundert. Die Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung unter besonderer Berücksichtigung Münchens, Göttingen 1993.
- ⁵ Kallenbach, Reinhard, Die Topographie der Koblenzer Altstadt in der Frühen Neuzeit: Gemüsegasse – Mehlstraße – Florinspfaffengasse. Magisterarbeit, Würzburg 1989 [masch.].
- ⁶ Kallenbach, Reinhard, Die Koblenzer Altstadt. Entwicklung, Planung und Schicksal der historischen Bürgerhäuser, Koblenz 1995.
- ⁷ Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Bd. 3.2: Stadt Koblenz Innenstadt. Bearbeitet von Herbert Dellwing und Reinhard Kallenbach, Worms 2004.
- ⁸ Tippach, Thomas, Koblenz als preußische Garnisons- und Festungsstadt. Wirtschaft, Infrastruktur und Städtebau, Köln/Weimar/Wien 2000.
- ⁹ Kallenbach, Reinhard, Erneuerung der Koblenzer Altstadt. Eine Dokumentation zur Sanierung, Koblenz 1992.
- ¹⁰ Kallenbach, Reinhard/Kerber, Dieter/Schwickerath, Marianne, Sanierung Ehrenbreitstein, Koblenz 1998.
- ¹¹ Kallenbach, Reinhard/Wolfgang Heuser, Vom Ziehbrunnen zum Wasserwerk. Geschichte der Trinkwasserversorgung in Koblenz. Eine Dokumentation der „Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein“ (VWM) anlässlich des 110-jährigen Bestehens der zentralen Koblenzer Wasserversorgung, Koblenz 1995.
- ¹² Kallenbach, Reinhard, 200 Jahre Dienst am Menschen. Der Kemperhof – Vom Bürgerhospital zum Schwerpunktklinikum. 2 Bde., Koblenz 2005/2007.
- ¹³ Márquez, Gabriel García, Die Liebe in den Zeiten der Cholera. 3. Aufl., München 1991, S. 159.
- ¹⁴ Engels, Friedrich, Lage der arbeitenden Klasse in England, in: Marx, Karl/Friedrich Engels, Werke, Bd. 2 (1844–1846). Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin 1990, S. 259.
- ¹⁵ Engels, Lage, S. 261.
- ¹⁶ Vgl. Schubert, Ernst, Alltag im Mittelalter. Natürliches Lebensumfeld und menschliches Miteinander, Darmstadt 2002, S. 35.
- ¹⁷ Vgl. Weber, Karl-Klaus, Stadt und Befestigung. Zur Frage der räumlichen Wachstumsbeschränkungen durch bastionäre Befestigungen im 17. und 18. Jahrhundert, in: Die Alte Stadt 4/95, S. 301.
- ¹⁸ Zur Entwicklung der Innenstadtbebauung: Kallenbach, Altstadt, Kapitel 8, 10 und 11.
