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Die Koblenzer Kernstadt geht online
1995 veröffentlichte Reinhard Kallenbach seine baugeschichtliche Dissertation „Die Koblenzer Altstadt. Entwicklung, Planung und Schicksal der historischen Bürgerhäuser“. Der mehr als 500 Seiten starke Band erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren, die heute vergriffen sind. Aus dem Buch gingen weite Teile der Koblenzer Denkmaltopographie hervor.
In jüngster Zeit nimmt die Nachfrage nach fundierten Informationen über die Koblenzer Altstadt und ihre historischen Häuser wieder spürbar zu. Um für eine etwaige Neuauflage Fehler zu beseitigen und den Forschungsstand zu aktualisieren, haben wir uns entschlossen, die gesamte Untersuchung schrittweise online zugänglich zu machen – das Häuserbuch eingeschlossen.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Einträge nicht durchgängig den allerneuesten Forschungs- und Erfassungsstand abbilden können:
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Die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) arbeitet kontinuierlich an der Fortschreibung und Aktualisierung der amtlichen Denkmallisten.
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Das Stadtarchiv Koblenz erarbeitet parallel ein umfassendes Koblenzer Häuserbuch.
Perspektivisch sollen diese externen Forschungsergebnisse sukzessive in den Online-Katalog integriert werden. Dieser wird damit deutlich über den Rahmen der ursprünglichen Dissertation hinauswachsen und künftig eine aktuelle, internetbasierte Altstadt-Topographie bilden. Angesichts der Materialfülle handelt es sich hierbei um ein langfristiges Vorhaben, das nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden kann.
Über Hinweise, Ergänzungen und Korrekturen aus der Koblenzer Bürgerschaft sowie von Fachkollegen freuen wir uns daher ausdrücklich!
Umfang und Methodik des Katalogs
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Räumliche Abgrenzung: Der Katalog erfasst nicht das gesamte Stadtgebiet, sondern konzentriert sich auf jene Bereiche der Altstadt, in denen die Dichte historischer Bausubstanz besonders hoch ist. Dokumentiert werden die erhaltenen Bauten innerhalb des spätantiken Kerns sowie im Bereich der Firmungstraße (einschließlich Eltzerhof- und Görresstraße).
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Quellengrundlage: Die Datensätze basieren primär auf den Bestandsaufnahmen der städtischen Sanierungsstelle sowie des Kulturamtes. Einen weiteren zentralen Pfeiler bilden die im Stadtarchiv Koblenz (StAK) verwahrten historischen Bauakten. Angaben zu Kriegszerstörungen und zum Wiederaufbau stammen maßgeblich aus den Akten der Bauaufsicht.
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Datendichte und Lücken: Aufgrund der differierenden Quellenlage ließ sich eine völlig homogene Erfassungstiefe nicht realisieren. Exakte Maße zu Konstruktion, Grundstücksgrößen, Geschoss- und Wohnflächen liegen primär für jene Anwesen vor, die im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet lagen und von den Fachämtern detailliert vermessen wurden. Bei den übrigen Gebäuden mussten bestehende Lücken – soweit archivalisch möglich – über die historischen Baugesuche und Altakten geschlossen werden.
