Tag der nationalen Arbeit in Berlin. Aufgenommen am 1. Mai 1933. Fotograf unbekannt, wahrscheinlich ein Agenturfotograf. Quelle: Wikimedia Commons.
Koblenz wird eine „braune“ Stadt
Ein ungewöhnlich harter Winter und eine Grippewelle: Das waren neben der schlechten wirtschaftlichen Situation die Probleme, mit denen sich die Koblenzer im Januar 1933 auseinandersetzen mussten. Die sogenannte „Machtergreifung“ verlief in der Provinzhauptstadt relativ unspektakulär. Auch wenn die Nationalsozialisten zunehmend Flagge zeigten, ahnten die wenigsten, was sich hinter den Toren des Rathauses abspielte. [1]
Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Viele Versuche sind unternommen worden, diese Frage zu beantworten. Wirtschaftliche und soziale Verwerfungen, Kriegsfolgen und die Radikalisierung in der Politik werden gerne als Gründe genannt. All dies ist richtig. Dennoch wäre es falsch, den Aufstieg des Nationalsozialismus aus rein deutscher Perspektive zu betrachten. In ganz Europa war das Erstarken radikaler Bewegungen eine unmittelbare Folge der Weltwirtschaftskrise, mit der eine Bankenkrise einherging.
„Bankenkrise 1.0“
Aufschwung auf Pump, zügellose Spekulation, Überproduktion – und infolge fehlender Liquidität eine Bankenrettung „von oben“ auf Kosten der jungen Demokratie: All dies hört sich erschreckend aktuell an. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich Wissenschaftler bei der Ursachenforschung zunehmend mit der Bankenkrise und dem Sturm der Sparer auf deutsche Geldhäuser im Sommer 1931 auseinandersetzen. „Großbanken gerettet, Demokratie verloren“, bringt es zum Beispiel die Publizistin Dr. Gabriele Hoofacker auf den Punkt. [2]
Was war geschehen? Nach dem Zusammenbruch der Österreichischen Kreditanstalt folgte im Juli 1931 das Aus der „Danat-Bank“. Die Darmstädter- und Nationalbank gehörte zu den großen drei Banken im Reich, die eines gemeinsam hatten: Sie waren stark von der Reichsbank und dem Erfolg von Konzernen abhängig. Um das Chaos zu verhindern, führte die Regierung Heinrich Brüning „Bankfeiertage“ ein: Börsen und Geldinstitute öffneten nur noch temporär. Erst im September lief der Betrieb wieder regulär.
Das Schlimmste schien somit überstanden zu sein. Doch die Risse im Fundament der Weimarer Republik waren nicht mehr zu kitten. Die Anleger aus dem Ausland verloren das Vertrauen, die Regierung schaffte die Wende nicht. Viele Bürger verloren den Glauben an die junge Republik und wandten sich radikalen Parteien zu. Die Folge: Es war fortan nicht mehr möglich, eine gemäßigte Regierung mit einer komfortablen Mehrheit zu bilden. Der Rest ist bekannt. Und nachdem Adolf Hitler, den die Nationalkonservativen völlig unterschätzt hatten, zum Reichskanzler ernannt worden war, ging es an den Finanzmärkten vorerst wieder bergauf. Das zeigt: Die Frage „Wer hat daran verdient?“ sollte man sich auch bei der Analyse des Nationalsozialismus stellen.
Geräuschloser Übergang
In Koblenz blieb es im Januar und Februar trotz „Machtergreifung“ relativ ruhig. An den Kundgebungen am 30. Januar nahm offenbar nur der „harte Kern“ teil. Entsprechend gering war das Medieninteresse. So widmete die Koblenzer Volkszeitung der „Machtergreifung“ knappe sieben Zeilen! Die Presse wartete ab. Denn bald sollten wichtige Wahlen anstehen.
Schon nach den Reichstagswahlen vom 5. März, bei denen die NSDAP in Koblenz „nur“ 41,2 Prozent der Stimmen (reichsweit waren es 43,9 Prozent) erhalten hatte, zeigte die Partei ihr wirkliches Gesicht. Wie die Koblenzer Historikerin Petra Weiß in ihrer grundlegenden Dissertation [3] ausführt, hissten Parteimitglieder bereits am 7. und 8. März Hakenkreuzfahnen auf den Gebäuden von Polizeipräsidium, Oberpräsidium, Regierung und Rathaus – obwohl das zu diesem Zeitpunkt noch illegal war.
Dass Partei und Verwaltung keine eigenen Welten waren, sondern zunehmend miteinander verschmelzen sollten, hatte sich bereits am 13. Februar angekündigt. An jenem Tag war Polizeipräsident Dr. Ernst Biesten – den Petra Weiß als entschiedenen Gegner der Nationalsozialisten nennt – zwangsbeurlaubt worden. Auch die Amtstage des Oberbürgermeisters Dr. Hugo Rosendahl, der die Fahnenhissung am 8. März abgelehnt und laut Flaggenordnung nur die preußische und städtische Fahne zugelassen hatte, waren gezählt. Nach Androhung von Gewalt wurde der Zentrumspolitiker schließlich sogar gezwungen, Schmähreden gegen sich anzuhören. Hugo Rosendahl hat in einem Brief an das „Hessische Staatsministerium, Minister für politische Befreiung, Spruchkammer Darmstadt-Lager“ über die Vorgänge Folgendes geschrieben:
„Es ist richtig, dass ich […] im März 1933 anlässlich der Flaggenhissung auf dem Koblenzer Rathaus seitens der NSDAP, zu dieser Veranstaltung von einer SA-Rotte zwangsweise an das Fenster des Koblenzer Sitzungssaales geführt wurde, und dass der damalige Stadtverordnete der NSDAP [Karl] Carius von dem Balkon eines gegenüberliegenden Hauses gegen mich in unflätiger Weise polemisierte. Unter anderem rief er, ich hätte Hass gesät und erntete jetzt die Früchte. Leider erschien erst nach meiner Rückkehr in mein Amtszimmer das fernmündlich herbeigerufene Überfallkommando der Schutzpolizei – und hatte keinen Grund mehr einzugreifen.“ [4]
Die auf den ersten Blick im Verhältnis zu den späteren Verbrechen der Nationalsozialisten eher harmlose Szene entbehrt nicht einer gewissen Brisanz. Sollte sich doch noch 70 Jahre „danach“ zeigen, wie unterschiedlich die Hinterbliebenen mit der Vergangenheit umgehen. So entschuldigte sich der Frankfurter Rechtsanwalt Achim Carius, der Enkel von Karl Carius, am 7. März 2003 bei den Koblenzern und der Familie Rosendahl für das Handeln seines Großvaters. [5]
Prof. Karl-Eckhard Carius aus Vechta, der selbst über das Leben seines Vaters forscht, hält solche Gesten für fragwürdig. Er wünscht sich eine kritische und lückenlose Aufarbeitung mithilfe von Archivalien, anstatt „Entschuldigungen“ zur persönlichen Bühne zu machen, zumal sein Neffe den Großvater gerade wegen seiner NS-Vergangenheit verehrte. [6]
Karl Carius (1902–1980) war, so Hugo Rosendahl, in der örtlichen NSDAP „einer der wenig Bedeutenden“. Er gehörte zwar dem Stadtrat an, machte aber in Koblenz keine Karriere, obwohl es ihm am 5. März 1933 gelungen war, in den Reichstag einzuziehen. Schon im Juni verließ er die Stadt, um Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF) Niedersachsen-Hannover zu werden. [7] Von 1937 bis 1945 war Carius Reichsfachamtsleiter für Chemie bei der DAF-Reichsleitung in Berlin und Hauptabteilungsleiter im Einsatzstab Rhein-Ruhr (1943–1945).
Ludwig Christ, NSDAP-Fraktionsführer im Stadtrat und Gauschatzmeister der Partei, hielt neben Carius eine weitere Schmährede auf Rosendahl. Christ verließ Koblenz bereits 1934, um Oberbürgermeister von Trier zu werden, was er bis zu seinem frühen Tod 1938 blieb.
Die „Säuberungen“ begannen
Der preußische Ministerpräsident Hermann Göring veranlasste am 15. März die Zwangsbeurlaubung Hugo Rosendahls. Nur einen Tag danach war der neue Mann im Amt – der Regierungs- und Gewerberat Otto Wittgen. Der alte Kämpfer für die „Bewegung“ wurde zunächst nur kommissarisch eingesetzt, später aber im Amt bestätigt. Mit dem Wechsel an der Spitze begann die „Säuberung“ der Stadtverwaltung.
Petra Weiß führt aus, dass dabei politische Kommissare eingesetzt wurden. Und diese hatten einen Vorwand: Offiziell sollte es nämlich um den Kampf gegen Korruption, Vetternwirtschaft und Verschwendung gehen. Tatsächlich hatten die langen Untersuchungen und Disziplinarverfahren dagegen vor allem das Ziel, missliebige Personen zu entfernen. In den folgenden Monaten wurden einige Beamte beurlaubt oder zwangspensioniert. Gleichzeitig machte der neue Stadtchef nicht nur mit Disziplinierungsmaßnahmen Druck. Otto Wittgen sorgte energisch für die Gleichschaltung der städtischen Bediensteten. Der psychische Druck blieb nicht ohne Folgen.
Im Mai 1935 sollten rund 40 Prozent der städtischen Bediensteten Parteimitglieder sein. Wer nicht eintrat, hatte praktisch keine Chance mehr auf einen beruflichen Aufstieg.
Ein weiteres dunkles Kapitel in der Stadtgeschichte ist auch die Selbstentmachtung der Stadtverordnetenversammlung nach den Kommunalwahlen vom 12. März 1933. Dabei hatte die NSDAP 42 Prozent der Stimmen und 19 der 44 Sitze im Stadtparlament erreicht, während auf den Deutschen Block Schwarz-Weiß-Rot weitere 10,7 Prozent und 5 Sitze entfallen waren. Das reichte zur absoluten rechten Mehrheit, die einen sogenannten Beschlussausschuss durchsetzte. Diesem Gremium wurden weitgehende Vollmachten übertragen.
Schon bei der konstituierenden Sitzung des Koblenzer Stadtrates am 29. März in der alten Festhalle (die im Bereich der heutigen Rhein-Mosel-Halle stand) hatte sich gezeigt, dass das höchste kommunale Entscheidungsgremium nur noch Kulisse war. Einziger Tagesordnungspunkt: die Ehrenbürgerrechte für Reichskanzler Hitler. Der Widerstand der Sozialdemokraten gegen die angeblich einstimmige Annahme des Antrages war vergeblich. Die Stadtverordneten Maria Detzel und Veit Rummel wurden von der SS aus dem Saal geführt. Petra Weiß weist in ihrer Dissertation darauf hin, dass die beiden Stadtverordneten der KPD nicht zur Sitzung eingeladen worden waren. Einer von ihnen saß bereits in „Schutzhaft“.[8]
Und das Zentrum? Der Widerstand der traditionsreichen Partei, die bereits auf Reichsebene das Ermächtigungsgesetz akzeptiert hatte, hielt sich auch in Koblenz in Grenzen. Zwar hatte der Fraktionsführer, Rechtsanwalt Franz Henrich, noch gegen einen Beschlussausschuss gestimmt (der den Stadtrat komplett entmachtete), doch hofften er und seine Mitstreiter auf eine vorsichtige Annäherung von Staat und katholischer Kirche, die im Konkordat vom 20. Juli auch tatsächlich erfolgen sollte. Schon vorher, am 5. Juli 1933, hatte sich die Zentrumspartei reichsweit selbst aufgelöst.
Aushöhlung der Selbstverwaltung
Endgültig frei war der Weg für die Nationalsozialisten am 1. Januar 1934. An diesem Tag trat das neue Preußische Gemeindeverfassungsgesetz in Kraft, dessen Folgen Petra Weiß als „Meilenstein bei der Aushöhlung der kommunalen Selbstverwaltung“ bezeichnet. Denn fortan gab es keine gewählten Stadtverordneten mehr, sondern nur noch auf Vorschlag des Gauleiters von der preußischen Regierung berufene „Ratsherren“. In Koblenz wurden ausschließlich Parteigenossen berufen, obwohl das vom Gesetz her nicht vorgeschrieben war. Der Rat wurde zum rein beratenden Gremium degradiert.
Anmerkungen
[1] Einen Überblick über die NS-Zeit in Koblenz bietet: Heinz Boberach, Nationalsozialistische Diktatur, Nachkriegszeit und Gegenwart, in: Geschichte der Stadt Koblenz, Bd. 2, Koblenz 1993, S. 170–224.
[2] Gabriele Hoofacker, 80 Jahre Bankenkrise 1931, http://www.heise.de/tp/artikel/35/35494/1.html. Zugriff am 23. Oktober 2012.
[3] Petra Weiß, Die Stadtverwaltung Koblenz im Nationalsozialismus, Fernuniversität Hagen 2012.
[4] Freundlicher Hinweis von Prof. Karl-Eckhard Carius, dem Sohn des Karl Carius. Der Brief ist auch im Wikipedia-Eintrag über Karl Carius zitiert.
[5] Rhein-Zeitung, Ausgabe Koblenz, 8. März 2003.
[6] Brief von Karl-Eckhard Carius an die RZ, 15. Februar 2012.
[7] In der Deutschen Arbeitsfront waren Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwangsvereinigt. Die DAF kann deshalb auch als Einheitsgewerkschaft bezeichnet werden.
[8] Die Historikerin hat gemeinsam mit Dr. Beate Dorfey Ende Oktober 2012 auch den „Stadtführer Koblenz (Auf den Spuren des Nationalsozialismus)“ veröffentlicht. Darin finden sich auch umfassende Literaturhinweise zum Thema.
📌 CHRONIK: DER WEG IN DIE DIKTATUR
1931
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14. April: Der spanische König Alfons XIII. verzichtet auf die Regierungsgewalt; Spanien wird Republik.
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11. Oktober: In Bad Harzburg formiert sich die extreme Rechte („Harzburger Front“) aus DNVP, Stahlhelm und NSDAP.
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Dezember: Massenarbeitslosigkeit auf dem Höhepunkt – 5,668 Millionen Frauen und Männer suchen Arbeit; fast 955.000 erhalten keinerlei Unterstützung. Die Gewerkschaften melden 42,2 Prozent ihrer Mitglieder als arbeitslos. Die Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung wird von 26 auf 20 Wochen gekürzt. Nach der anschließenden Krisenfürsorge (maximal 71 Wochen) fällt die Last vollständig an die Wohlfahrtsorganisationen und Kommunen.
1932
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13. März: Reichspräsident Paul von Hindenburg wird im zweiten Wahlgang gegen Hitler, Ernst Thälmann (KPD) und Theodor Duesterberg wiedergewählt (unterstützt von SPD und Zentrum).
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13. April: Die Reichsregierung verbietet vorübergehend SA und SS, um die Staatsautorität zu sichern.
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30. Mai: Reichskanzler Heinrich Brüning (Zentrum) tritt nach Differenzen mit Hindenburg zurück; Franz von Papen übernimmt die Amtsgeschäfte.
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17. Juli: Beim Altonaer „Blutsonntag“ sterben bei blutigen Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten 18 Menschen.
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20. Juli: In Italien zementiert Benito Mussolini seine Diktatur und übernimmt zusätzlich das Innen- und Außenministerium.
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31. Juli: Bei den Reichstagswahlen wird die NSDAP erstmals stärkste Kraft, verfehlt aber eine eigene Mehrheit.
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30. August: Hermann Göring wird zum Reichstagspräsidenten gewählt.
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8. November: In den USA siegt der Demokrat Franklin D. Roosevelt bei den Präsidentschaftswahlen mit dem Versprechen des „New Deal“.
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3. Dezember: Deutschland steuert weiter in die Krise: Bei über 6 Millionen Arbeitslosen wird General Kurt von Schleicher zum Reichskanzler ernannt.
1933
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30. Januar: Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler eines nationalkonservativen Kabinetts; nur zwei Tage später wird der Reichstag aufgelöst.
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5. März: Bei den Neuwahlen erzielen NSDAP und die „Kampffront Schwarz-Weiß-Rot“ die absolute Mehrheit.
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23. März: Die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes besiegelt faktisch das Ende der parlamentarischen Demokratie.
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20. Juli: Während nach innen der staatliche Terror beginnt, sucht das Regime nach außen noch diplomatische Akzeptanz – unter anderem durch das Reichskonkordat mit dem Heiligen Stuhl (später im Herbst folgt der Austritt aus dem Völkerbund).
1934
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4. Januar: Reichsbischof Ludwig Müller untersagt evangelischen Pfarrern jegliche Kritik an der Reichsregierung auf der Kanzel („Maulkorberlass“).
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26. Januar: Das Deutsche Reich und Polen schließen einen Nichtangriffspakt.
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30. Juni: Sogenannter „Röhm-Putsch“: Hitler nutzt interne Spannungen zur Ausschaltung potenzieller Rivalen und lässt SA-Chef Ernst Röhm sowie Ex-Kanzler Kurt von Schleicher ermorden.
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20. Juli: Hitler erklärt die SS zu einer völlig eigenständigen Organisation, losgelöst von der SA. Der Weg in die absolute Diktatur ist endgültig frei.
