Auch während der NS-Zeit wurden in Koblenz zahlreiche Bauprojekte realisiert. Der Schwerpunkt lag dabei aber eindeutig auf dem Militärbau. Die Ansichtskarte von 1943 zeigt die am 31. Mai 1938 fertiggestellte Goeben-Kaserne. Foto nachträglich mit KI koloriert. Quelle: IVVB Immobilien Vermietung Verwaltung Beratung GmbH.
Hier ist der sorgfältig korrigierte und typografisch aufbereitete Text. Die Rechtschreibung (u. a. Worttrennungen wie „nicht“) wurde bereinigt, historische Schreibweisen und Bezeichnungen wurden unangetastet gelassen, der Satzbau und Stil blieben vollständig erhalten und Zitate wurden optisch hervorgehoben.
Trügerische Zwischenblüte für Koblenz
Koblenz im Sommer 1933: Die Nationalsozialisten hatten nach der Selbstaufgabe des Zentrums die Macht komplett an sich gerissen. Die KPD war bereits im März zerschlagen worden, das Verbot der SPD folgte im Juni 1933. Wer es jetzt noch wagte, Widerstand zu leisten, musste damit rechnen, inhaftiert zu werden. Die Vorgänge in Koblenz korrespondieren mit den Ereignissen auf Reichsebene, die vor allem auch durch den starken Rechtsruck der Zentrumspartei beschleunigt wurden. Deren Führung hatte angesichts der sich abzeichnenden Verständigung des neuen Regimes mit der Kurie die Gefährlichkeit Hitlers völlig unterschätzt.
Als Hauptverantwortlicher für diese historische Fehleinschätzung gilt heute der gebürtige Trierer Prälat Ludwig Kaas (1881–1952). Der Vorsitzende hatte seine Partei auf einen strammen Rechtskurs gebracht, um nach außen die Einheit der Nation zu demonstrieren. Der angesehene Kirchenrechtler war auch derjenige, der seine Partei auf das Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 eingeschworen und somit die dunkelsten Wochen in der Geschichte des politischen Katholizismus eingeläutet hatte.
Otto Wittgen wurde bestätigt
Die Selbstauflösung der Partei am 5. Juli, die automatisch auch das Aus für die politische Arbeit in Koblenz bedeutete, war nur noch eine Formsache. OB Otto Wittgen, der zunächst nur kommissarisch im Amt war, konnte jetzt „durchregieren“. Die verbliebenen Stadtverordneten hatten dafür die Weichen gestellt, indem sie Wittgen bereits im August 1933 im Amt bestätigten.
Doch die weiteren Ereignisse sollten zeigen, dass selbst ein linientreuer Stadtchef große Probleme bekommen konnte. Wie Petra Weiß in ihrer Dissertation ausführt, wäre Wittgen 1935 fast über einen „Fehltritt“ seiner Gattin gestolpert. Diese hatte im Warenhaus Kaufhof (ehemals Leonhard Tietz) einen Fastnachtshut gekauft. Das Problem: Das traditionsreiche Haus galt aus Sicht der NSDAP als arisch getarntes jüdisches Unternehmen. Zwar konnte sich der Oberbürgermeister im Amt halten, doch musste er den Parteiausschluss seiner Frau hinnehmen. Er selbst stand ab sofort unter verschärfter Beobachtung, konnte aber seine Ablösung lange und geschickt verhindern, indem er sich auf seine Beamtenrechte und auf seine Bestätigung im Amt berief.
Erst Mitte 1939 wurde der erste braune OB wegen angeblicher Initiativlosigkeit vorzeitig pensioniert. Dabei hatte er auf der Grundlage des am 1. Januar in Kraft getretenen Preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes und der reichsweiten Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 autoritär in alle Bereiche des kommunalen Lebens eingegriffen.
Wittgens Nachfolger wurde der Oberbürgermeister von Wittenberg – Theodor Habicht. Der nationalsozialistische Publizist war ursprünglich Mitglied der kommunistischen Partei gewesen, wechselte dann aber zur braunen „Bewegung“. Theodor Habicht gilt als Drahtzieher des Putsches der Wiener SS-Standarte 89, der in der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß am 25. Juli gipfelte. Habichts Gastspiel in Koblenz währte nur wenige Wochen. Wenige Tage vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges (1. September 1939) wurde er eingezogen. Am 31. Januar 1944 sollte er in Russland fallen.
Die „Ära“ Nikolaus Simmer
Ganz anders als Habicht versuchte Nachfolger Nikolaus Simmer (1902–1986), der Stadt seinen Stempel aufzudrücken. Der aus Besch an der Mosel stammende Diplom-Kaufmann war vor seinem Wechsel nach Koblenz am 6. Januar 1940 Landrat in Trier und in Bad Kreuznach gewesen. Simmer ließ Pläne zum großzügigen Ausbau „seiner“ Gauhauptstadt vorantreiben. Hintergrund waren die Entwicklungen nach der Annektierung Luxemburgs am 10. Mai 1940. Da Koblenz im Zuge der Verschiebung des Schwerpunktes nach Westen ins Hintertreffen zu geraten drohte, betrieb Simmer – so Petra Weiß –
„eine intensive Standort- und Imagepolitik“.
Dabei gab es streng genommen noch keinen dringenden Grund zum Handeln. Erst zum 1. Juli 1937 war die Gauhauptstadt infolge der Eingemeindungspolitik der Nationalsozialisten an Trier vorbeigezogen. Hans Josef Schmidt betont, dass die alte Bischofsstadt mit ihren rund 80.000 Einwohnern zuvor 14.000 Bürger mehr als Koblenz gehabt hatte. Nach der Integration der Nachbargemeinden Metternich, Pfaffendorf, Horchheim, Neudorf und Niederberg sowie der Stadt Ehrenbreitstein waren die Verhältnisse anders. Mit einem Schlag war Koblenz von 65.257 Einwohnern (Stand 16. Juni 1933) auf mehr als 90.000 Einwohner gewachsen. Die Statistik vom 17. Mai 1939 nennt sogar 91.098 Einwohner.[1]
Belohnung für Linientreue
Das Regime wollte die Hauptstadt der Rheinprovinz, so Hans Josef Schmidt, mit den Eingemeindungen
„belohnen“,
weil in ihr mehr NSDAP-Mitglieder lebten und die Stadt bei den Wahlen besser abgeschnitten hatte als die traditionsreiche Kommune im Westen, die als Hort des klerikalen Widerstands betrachtet wurde. Die nun guten Voraussetzungen für Koblenz beflügelten den Ehrgeiz des Nikolaus Simmer. Der Oberbürgermeister wollte zum Beispiel durch die Verlängerung der Schlossachse und den Bau einer pompösen Parteizentrale im Bereich des heutigen Löhrrondells einen neuen Stadtmittelpunkt schaffen.
Darüber hinaus gab es durchaus vernünftige Ansätze: So sollten Industriegebiete und Hafen in den Norden der Stadt verlegt werden. Außerdem setzte sich Simmer für die Eingemeindung Kesselheims ein, scheiterte aber an Widerständen im alten Landkreis Koblenz. Auch die neuen Ideen des Oberbürgermeisters in der Wirtschaftsförderung konnten nicht umgesetzt werden.
So wurde die Ansiedlung einer Betriebsstätte für den Maschinenbausektor der Firma Krupp zur Verbesserung der einseitigen Wirtschaftsstruktur nach langen Verhandlungen auf Eis gelegt. Rüstung hatte Vorrang.
Alte Pläne weiterverfolgt
Trotz mancher Rückschläge mussten die Koblenzer den Eindruck haben, dass es in ihrer Stadt voranging. Denn vieles, was bereits in Weimarer Zeit entwickelt und begonnen worden war, konnte jetzt vollendet werden – was nicht nur am Beispiel des am 13. Juni 1936 eingeweihten Lützeler Volksparks deutlich wird. Dabei zeigte sich, dass noch nicht einmal die Idee des Arbeitsdienstes neu war. Einen Vorläufer auf freiwilliger Basis hatte die Stadt bereits im Juli 1932 eingerichtet.
Den größten Schub für die bauliche Entwicklung in der Stadt gab jedoch die Remilitarisierung des Rheinlands am 7. März 1936, die gegen den Versailler Vertrag verstieß. Die
„Befreiung“
erfolgte vor dem Hintergrund des Französisch-Sowjetischen Beistandspaktes vom 27. Februar 1936. Ergebnis: Koblenz wurde wieder eine bedeutende Garnisonsstadt. Um Angehörige des Militärs und deren Familien unterzubringen, waren umfassende Neubaumaßnahmen erforderlich. Die Stadtverwaltung richtete zu diesem Zweck am 1. Januar 1937 sogar ein Stadterweiterungsamt ein, wobei zunächst Tiefbauarbeiten im Vordergrund standen.
1938 erreichte der Bau von Entwässerungsanlagen einen neuen Höhepunkt. Im Stadtgebiet wurden Kanäle mit einer Gesamtlänge von 6400 Metern verlegt. Schwerpunkt der Anbindung war zum Beispiel die 1937 erbaute Falckenstein-Kaserne, die den im Zuge des Baus der neuen Moselbrücke beseitigten Vorgänger ersetzte. Integriert wurde ebenfalls die noch vor dem Ersten Weltkrieg errichtete Rhein-Kaserne und die Boelcke-Kaserne im Rauental, deren Geschichte bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht.
Ein weiterer Schwerpunkt war das neue Siedlungsgelände Feste Alexander. Dort waren unter der Trägerschaft der Berliner Gehag (heute Deutsche Wohnen) eine Vielzahl von Häusern und Wohnungen gebaut worden. 66 „Stellen“ waren damals bezogen worden. Dazu kamen 120 Arbeiterwohnstätten in der Beatusstraße und in der Bogenstraße, die ebenfalls an die erweiterte Kanalisation angebunden wurden.
Schon die wenigen Beispiele aus dem Wohnbau zeigen: Weil die wieder verschärfte Wohnungsnot schnelles Handeln erforderlich machte, musste die Stadtverwaltung entgegen den damals geltenden Idealen handeln. Hatten die Nationalsozialisten vor allem die
„staatlich geförderte Kleinsiedlungsromantik“
propagiert, ging der Trend wieder zu den als
„Mietskasernen“
verpönten Mehrfamilienhäusern. Weitere Beispiele für diesen Sinneswandel sind die Gebäude in den Bereichen Gutenbergstraße und Eduard-Müller-Straße.
Kirchenfeindliche Politik
Angesichts solcher Erfolge dürften viele unpopuläre Maßnahmen an den Bürgern vorbeigegangen sein. Dazu gehörte zum Beispiel die Abschaffung der Konfessionsschule am 11. November 1937 durch Otto Wittgen, der zuvor lediglich die Ratsherren angehört hatte. Was oberflächlich als zeitgemäß und vernünftig erschien, erfolgte vor dem Hintergrund einer kirchenfeindlichen Politik, in deren Folge die
„Deutsche Gemeinschaftsschule“
als christliche Simultanschule eingeführt wurde. Petra Weiß betont, dass sämtliche Proteste vonseiten des Bistums und der Koblenzer Geistlichkeit erfolglos blieben. Nur wenig später begannen die ersten Maßnahmen im Zuge der Judenverfolgung, in deren Verlauf zahlreiche Kompetenzen an die untere Verwaltungsebene übertragen wurden.
Anmerkungen
[1] Dazu: Hans Josef Schmidt, Die Eingemeindung neuer Stadtteile, in: Geschichte der Stadt Koblenz, Bd. 2, Stuttgart 1993, S. 225–252.
[2] Die Stadtverordnetenversammlung beschloss in ihrer Sitzung am 4. September 1947 einstimmig die kostenfreie Rückübertragung an die Jüdische Kultusgemeinde. Stadt und Kultusgemeinde schlossen am 20. Dezember 1949 vor der Wiedergutmachungskammer des Landgerichts Koblenz einen entsprechenden Vergleich.
📌 CHRONIK: DAS TOTALITÄRE SYSTEM I
1934
-
30. Januar: Das „Gesetz zum Neuaufbau des Reiches“ tritt in Kraft. Die deutschen Länder verlieren ihre Hoheitsrechte und ihre Volksvertretungen; an ihre Spitze werden Reichsstatthalter gestellt.
-
12. März: Juden werden aus der Reichswehr ausgeschlossen.
-
29. März: 17 Tage später wird Albert Einstein ausgebürgert.
-
29. Mai: Die (evangelische) Bekennende Kirche formiert sich, um sich offen gegen den Totalitätsanspruch des Regimes gegenüber der Kirche zu wehren.
-
9. Juli: Nach dem sogenannten „Röhm-Putsch“ (30. Juni) werden die Konzentrationslager Heinrich Himmler unterstellt und fortan von SS-Wachmannschaften besetzt.
-
7. August: Reichspräsident Paul von Hindenburg ist gestorben und wird im Tannenberg-Denkmal beigesetzt. Nach dem Staatsakt vereint Hitler die Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers auf seine Person.
-
Anfang September: Auf dem VI. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg erklärt Hitler den Abschluss der „nationalsozialistischen Revolution“.
1935
-
7. Januar: Das Französisch-Italienische Kolonialabkommen gibt Italien freie Hand für Eroberungen in Ostafrika.
-
26. Februar: Adolf Hitler beschließt den Aufbau einer eigenen Luftwaffe und verstößt damit gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages.
-
19./20. März: In Berlin findet erstmals eine Luftschutzübung mit simuliertem Fliegeralarm statt.
-
31. März: Die SS-Totenkopfverbände zur systematischen Bewachung der Konzentrationslager werden gebildet.
-
24. April: Die Enteignung und Auflösung privater Verlage wird legalisiert.
-
18. Juni: Das Deutsche Reich und Großbritannien schließen das deutsch-britische Flottenabkommen, das den Flottenbau zwar begrenzt, aber die Rüstungsgrenzen des Versailler Vertrages offiziell überschreitet.
-
26. Juni: Das Reichsarbeitsdienstgesetz tritt in Kraft: Alle Männer und Frauen zwischen 18 und 25 Jahren müssen einen halbjährigen Pflichtdienst ableisten.
-
10. August: Standesämter dürfen reichsweit keine Ehen zwischen Juden und Nichtjuden mehr schließen.
-
1. September: Katholische Bischöfe protestieren mit einem Hirtenbrief gegen die kirchenfeindliche Politik der Nationalsozialisten.
-
18. Oktober: Mit dem „Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“ werden Eheschließungen von Personen mit Erb- oder Ansteckungskrankheiten untersagt; fortan ist für jede Heirat ein amtliches Gesundheitszeugnis erforderlich.
1936
-
18. April: Der Volksgerichtshof wird auch für die allgemeine Rechtsprechung zur obersten und letzten Instanz erhoben; Hitler ernennt die Richter persönlich.
-
17. Juni: Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, wird zusätzlich zum Chef der Deutschen Polizei ernannt.
-
17. Juli: In Spanisch-Marokko beginnt der Putsch des faschistischen Generals Francisco Franco; landesweit brechen Aufstände gegen die Republik aus. Die von Hitler unterstützte Gegenregierung leitet den Spanischen Bürgerkrieg ein.
-
1. August: Der „Führer“ eröffnet vor 100.000 Zuschauern die Olympischen Sommerspiele in Berlin.
-
1. Dezember: Die Mitgliedschaft in der Hitlerjugend (HJ) wird ab dem zehnten Lebensjahr reichsweit zur Pflicht erhoben.
1937
-
14. März: Papst Pius XI. wendet sich mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ an die deutschen Katholiken und verurteilt darin die Kirchen- und Rassenpolitik des NS-Regimes scharf.
-
19. Juli: Bei Weimar beginnt der Bau des Konzentrationslagers Buchenwald.
-
26. August: Eine Erhebung zeigt, dass deutsche Familien zu diesem Zeitpunkt 50 bis 70 Prozent ihres Einkommens allein für Nahrungsmittel aufwenden müssen.
-
20. September: Erstmals seit dem Ersten Weltkrieg beginnen großangelegte Wehrmachtsmanöver aller drei Waffengattungen.
-
November: Hitler präsentiert vor engstem militärischen Führungskreis seine konkreten Annexions- und Kriegspläne gegen Österreich und die Tschechoslowakei.
1932
• Juli: Erste Anfänge des freiwilligen Arbeitsdienstes in Koblenz lange vor der nationalsozialistischen Vereinnahmung.
1933
• März – Juni: Zerschlagung der KPD im März; Parteiverbot der SPD im Juni. Opposition wird mit Verhaftung bedroht.
• 23. März: Prälat Ludwig Kaas (Trier) schwört die Zentrumspartei auf das Ermächtigungsgesetz ein.
• 5. Juli: Selbstauflösung des Zentrums besiegelt das Ende des politischen Katholizismus in Koblenz.
• August: Bestätigung von Otto Wittgen als erstem nationalsozialistischen Oberbürgermeister im Amt.
1935
• 30. Januar: Einführung der Deutschen Gemeindeordnung zur autoritären Gleichschaltung der Verwaltung.
• Karneval / Vorfall: Parteiausschluss von Wittgens Ehefrau wegen des Kaufs eines Fastnachtshuts im Kaufhof (ehemals Tietz); Wittgen gerät unter Beobachtung.
1936
• 7. März: Remilitarisierung des Rheinlands; Koblenz wird erneut militärische Garnisonsstadt mit stark wachsendem Baubedarf.
• 13. Juni: Einweihung des Lützeler Volksparks (bereits in der Weimarer Republik konzipiert).
1937
• 1. Januar: Gründung des städtischen Erweiterungsamtes zur Koordination des Wohnungs- und Kasernenbaus.
• 1. Juli: Großflächige Eingemeindungen (u. a. Ehrenbreitstein, Metternich, Horchheim); Koblenz wächst auf über 90.000 Einwohner und überholt Trier als Belohnung für NS-Wahlerfolge.
• 11. November: OB Wittgen schafft die traditionellen Konfessionsschulen zugunsten der kirchenfeindlichen Deutschen Gemeinschaftsschule ab.
1938
• Bau-Höhepunkt: Verlegung von 6,4 Kilometern Abwasserkanälen; Erschließung der Falckenstein-Kaserne, der Feste Alexander (66 Siedlungsstellen) sowie von 120 Arbeiterwohnungen (Beatus- und Bogenstraße) entgegen der propagierten Kleinsiedlungsideologie.
1939
• Mitte 1939: Zwangspensionierung von OB Otto Wittgen wegen angeblicher Initiativlosigkeit.
• Sommer: Kurzes Zwischenspiel von Theodor Habicht als OB; Einberufung kurz vor Kriegsbeginn am 1. September.
1940
• 6. Januar: Amtsantritt von OB Nikolaus Simmer; Ausbaupläne für die Gauhauptstadt (Verlegung von Hafen und Industrie, neue Achsen), die an Rüstungsvorrang und regionalem Widerstand scheitern.
1944
• 31. Januar: Wittgens Nachfolger Theodor Habicht fällt an der Ostfront in Russland.
